Klyris / Anleitung

IBKR Flex Query für die Anlage KAP einrichten

Der Flex Query ist der einzige Export von Interactive Brokers, der jede Ausführung einzeln und maschinenlesbar herausgibt. Das jährliche Activity Statement als PDF sieht vollständiger aus, lässt sich aber nicht nachrechnen: Sie können daraus keine Position mehr in ihre Bestandteile zerlegen, und genau das verlangt eine Aufstellung fürs Finanzamt.

Diese Seite zeigt, welche Abschnitte und welche Felder Sie ankreuzen müssen, damit aus dem Export die Zeilen der Anlage KAP werden können. Einmal eingerichtet, dauert der Export danach jedes Jahr eine Minute.

Die vier Schritte

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    Flex Query anlegen

    Im IBKR Client Portal unter Reports > Flex Queries > Activity Flex Query eine neue Abfrage anlegen. Es muss die Activity Flex Query sein, nicht der Trade Confirmation Flex.

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    Abschnitte auswählen

    Mindestens Trades. Wenn Sie Optionen handeln, zusätzlich Option Exercises, Assignments and Expirations. Die vollständige Liste steht unten.

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    Format und Zeitraum

    Format XML, nicht CSV. Beim Zeitraum wird der häufigste Fehler gemacht, siehe den übernächsten Abschnitt.

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    Ausführen und herunterladen

    Die Abfrage ausführen und die XML-Datei speichern. Sie können sie danach direkt in der Live-Vorschau ablegen: die Berechnung läuft in Ihrem Browser, die Datei wird nirgendwo hochgeladen.

Diese Abschnitte brauchen Sie

AbschnittBrauchen SieWofür
TradesPflichtJede einzelne Ausführung. Daraus entstehen die realisierten Positionen und damit jede Zahl der Anlage KAP.
Option Exercises, Assignments and Expirationswenn Sie Optionen handelnVerfall, Ausübung und Zuteilung schließen eine Position, ohne dass es dazu ein Trade-Geschäft gibt. Fehlt der Abschnitt, bleibt eine verfallene Option ewig offen.
Conversion RatesoptionalDie Umrechnungskurse des Brokers. Klyris rechnet mit den EZB-Referenzkursen, nicht mit denen Ihres Brokers, deshalb ist der Abschnitt nur eine zusätzliche Kontrollmöglichkeit.

Diese Felder brauchen Sie

Im Abschnitt Trades werden die Felder einzeln angehakt, und die Voreinstellung reicht nicht. Das sind die Felder, die Klyris tatsächlich liest. Fehlt eines, fehlt der Rechnung eine Angabe, die sie nicht erraten kann.

Identität der Ausführung

  • transactionID
  • origTransactionID
  • tradeID
  • accountId
  • tradeDate
  • dateTime

Jede Zeile bekommt eine eindeutige Kennung. origTransactionID weist Stornos und Korrekturen ihrem ursprünglichen Geschäft zu, sonst zählt eine korrigierte Ausführung doppelt. tradeID verbindet eine Zeile mit demselben Geschäft im Abschnitt Option EAE.

Art des Geschäfts

  • notes

Die Ereigniscodes des Brokers. Ep, A und Ex kennzeichnen eine Zeile als Verfall, Zuteilung oder Ausübung statt als gewöhnliche Ausführung. Klyris erkennt diese Ereignisse auch ohne das Feld, über den Abschnitt Option EAE; mit dem Feld ist die Zuordnung eindeutig statt hergeleitet.

Instrument

  • conid
  • symbol
  • isin
  • assetCategory
  • multiplier
  • expiry
  • putCall
  • strike

multiplier entscheidet über die Kontraktgröße, assetCategory über die steuerliche Einordnung. Ohne beides ist ein Future nur eine Zahl.

Geld

  • quantity
  • tradePrice
  • proceeds
  • ibCommission
  • buySell
  • currency
  • fxRateToBase

Die Kosten gehören zum Ergebnis, deshalb ibCommission. currency ist die Währung der Position, nicht Ihre Kontowährung: fehlt das Feld, liest Klyris jede Zeile als USD und rechnet einen in Euro geführten Kontrakt zum USD-Kurs um. Das ist das einzige fehlende Feld, das die Gegenprobe gegen den Broker nicht aufdecken kann, weil sie in der Handelswährung rechnet.

Kontrolle

  • openCloseIndicator
  • fifoPnlRealized

Das ist das realisierte Ergebnis, das IBKR selbst ausweist, und die einzige von der Klyris-Rechnung unabhängige Gegenprobe. Fehlt fifoPnlRealized, kann Klyris nicht mehr erkennen, ob ein anderes fehlendes Feld die Zahlen verschoben hat, und sagt das im Dossier ausdrücklich. Lassen Sie diese beiden angekreuzt, siehe unten.

Der Zeitraum: der Fehler, der Ergebnisse verschwinden lässt

Exportieren Sie nicht nur das Steuerjahr. Der Zeitraum muss auch die Eröffnungsgeschäfte der Positionen enthalten, die Sie im Steuerjahr geschlossen haben.

Ein realisiertes Ergebnis entsteht aus zwei Geschäften: der Eröffnung und der Schließung. Zugeordnet wird nach FIFO, also wird zu jeder Schließung das älteste passende Eröffnungsgeschäft gesucht. Wenn Sie eine Position im Dezember 2024 eröffnet und im Januar 2025 geschlossen haben, der Export aber erst am 1. Januar 2025 beginnt, dann steht die Schließung ohne ihre Eröffnung in der Datei. Das Ergebnis dieser Position taucht dann in den Zahlen nicht auf.

Wählen Sie den Zeitraum deshalb so, dass er bis vor die Eröffnung der ältesten Position zurückreicht, die Sie im Steuerjahr geschlossen haben. Es schadet nichts, mehr zu exportieren, als das Steuerjahr umfasst: Klyris filtert das Steuerjahr selbst heraus und rechnet nur die Positionen, die in diesem Jahr geschlossen wurden.

Klyris prüft das für Sie. Wenn Sie fifoPnlRealized und openCloseIndicator mitexportiert haben, vergleicht Klyris jedes Glattstellungsgeschäft mit dem realisierten Ergebnis, das IBKR in derselben Datei selbst ausweist. Fehlt zu einer geschlossenen Position das Eröffnungsgeschäft, sagt Ihnen Klyris das vor den Zahlen, statt die Position stillschweigend zu übergehen. Ohne diese beiden Felder ist der Abgleich nicht möglich: dann kann eine unvollständige Datei nicht erkannt werden.

Und dann?

Legen Sie die Datei in der Live-Vorschau ab. Sie sehen die realisierten Positionen einzeln, die Summen je Zeile der Anlage KAP und eine Aufstellung, die auf den Cent zur Zusammenfassung passt. Alles rechnet in Ihrem Browser, die Datei verlässt Ihr Gerät nicht.

Probieren Sie es mit Ihrer eigenen Datei oder mit den Beispieldaten.

Zur Live-Vorschau

Handeln Sie mit Termingeschäften? Seit dem Jahressteuergesetz 2024 ist der 20.000-Euro-Deckel für die Verlustverrechnung weggefallen. Was das für Ihre Anlage KAP bedeutet, steht in der Anleitung zur Verlustverrechnung bei Termingeschäften.

Klyris is a software tool, not tax advice.

Die Angaben beschreiben den Export, nicht Ihre steuerliche Situation. Im Zweifel besprechen Sie die Behandlung einzelner Geschäfte mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater.